Freitag, 31. Oktober 2014

NaNoWriMo 2014 - »Schuldig (AT)«

Guten Abend ihr Lieben,

ich wünsche euch allen einen Halloween-freien Abend. ;) Für mich ist heute Reformationstag, auch wenn ich nicht in die Kirche laufe. Zum Verkleiden gibt's die Karnevalszeit - und schon da kann ich gut darauf verzichten. Ich hoffe, die lieben Kleinen klingeln heute Abend nicht bei uns, um dann im zweiten Stock festzustellen, dass wir die Party nicht mitfeiern.

Der 31.10. ist aber, für mich jedenfalls, für etwas anderes besonders: Der letzte Tag vor dem NaNo.
In wenigen Stunden geht es wieder los. Wie in jedem Jahr werde ich mit vielen tausend anderen Autorinnen und Autoren versuchen, 50.000 Wörter an einem neuen Roman zu verfassen. Wir haben dreißig Tage Zeit, dürfen uns vorher Gedanken machen - aber das wirklich erste Wort am Roman darf erst um 00:00 Uhr geschrieben werden. Ich mache bereits das vierte Mal mit und habe bisher erst einmal nicht geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Aber Ferdi nimmt mir das nicht krumm. ;)

In diesem Jahr widme ich meine Aufmerksamkeit Jo. Eigentlich Jodokus. Ein Schutzengel, der zu einem ungünstigen Zeitpunkt von Gott verlassen in die Hölle hinabsteigt, um die Macht zu erlangen, in Zukunft jene wirklich schützen zu können, und sich nicht auf Gottes Gnaden verlassen zu müssen:

- Verlassen - Zweifel - Wut - Dunkelheit - Hoffnung - Licht - Vergebung -

Als Josuas Schützling stirbt und dem Schutzengel von Seiten des Herrn keinerlei Unterstützung widerfährt, fällt er in ein Netz aus Zweifeln: Selbstzweifel, Zweifel an seinem Herrn und Zweifel über die an ihn gerichtete Aufgabe, Sterbliche zu schützen. Er verliert sich auf ausgeleuchteten Wegen in die Dunkelheit und folgt fortan der bösen Seite - bis diese ihn vernichten wird. Er ist von nun an Jodokus, sein eigener Herr.
Jodokus sieht nur wenig Licht in seinem jetzigen Sein; sieht dies nur, wenn er Leni, einer Sterblichen begegnet. Leni zu sehen und in ihrem Licht zu baden wird zu Jodokus' stärkster Sucht. Aber ob ihn diese Abhängigkeit der ersehnten Vergebung näher bringt?

Diesen großartigen Avatar von Jo hat mir Minaya aus der Avatarschmiede erstellt!

Ich bin schon sehr gespannt - doch ich weiß nur ungefähr wo es hingehen wird. Ich habe einen Soundtrack zu »Schuldig«, der mir helfen wird, mich in die Charaktere und einige Situationen einzufinden. Aber vieles ist offen, der rote Faden spinnt sich noch nicht bis zu einem Ende, alles, was ich dahingehend denken könnte, verschwindet in dichtem Nebel. Aber ich mache mir keine Sorgen - letztendlich macht doch jeder Roman was er will und Jo ist stark genug, sich seine Geschichte nicht verderben zu lassen. Wird schon. *daumenhoch*

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass der NaNo eine Art Ausnahmezustand darstellt: Ich bin vielleicht gereizt, ich habe wenig Zeit, ich bin mit meinen Gedanken ständig bei der Geschichte - oder oder oder. Ich möchte euch im November um Geduld bitten, ab Dezember bin ich wieder die alte. ;)

Allen Naniten des Jahres 2014 wünsche ich einen guten Start, egal ob heute Nacht oder morgen früh! Schreibt was das Zeug hält, aber schreibt euch nicht kaputt. Das Ziel von 50.000 Wörtern muss erst am 30.11. erreicht sein, Das Team Tintenzirkel startet mit fast 140 Teilnehmern - und wir werden es schaffen! Und falls ihr einem Naniten am 30.11. über den Weg lauft und er euch erzählt, er habe die 50.000 Wörter gepackt - dann gratuliert ihr oder ihm mit »Happy NaNo!«. ;)

Alles Gute - und ein schönes Wochenende.

Samstag, 25. Oktober 2014

Interview: Autorin Petra Schmidt (Teil 2/2)

Teil 2 des Interviews mit Petra - viel Vergnügen!

~*~



SK: Klingt nicht seltsam, sondern nach typischer Autoren-Problematik: selbstständige Figuren können einem den Tag versüßen oder zur Last werden.
Ich habe Dich persönlich in Dreieich bei dem BuCon getroffen; steht schon fest, wo man Dich dieses oder nächstes Jahr treffen kann und gibt es vielleicht schon feste Termine für Lesungen?

PS: Dieses Jahr sind nur noch div. Lesungen geplant. Leider habe ich die Termine noch nicht bestätigt.
Und nächstes Jahr die LBM - der Termin ist Pflicht. Meine Heimat besuchen ist immer wieder ein Muss für mich. Nicht nur zur LBM. Ich bin oft in Leipzig, es ist meine Heimat.

SK: Das klingt nach vielen tollen Gelegenheiten, dich in Farbe kennen zu lernen oder wiederzusehen! Können wir auch bereits ein weiteres Buch von dir erwarten, kannst du etwas verraten?

PS: Verraten kann ich, dass es noch eine weitere Geschichte von Jasmin, meiner Heldin, gibt. Zumindest ist sie schon fertig geschrieben und liegt dem Verlag zur Ansicht vor.
Nebenbei gibt es noch eine Geschichte in dem Projekt Nimmermärchen 2 von mir. Ein Herzensprojekt, bei dem Autoren und Grafiker zusammen ein Märchenbuch gestalten ohne dafür honoriert zu werden. Nein - das ist nicht ganz richtig. Das Honorar sind die leuchtenden Kinderaugen, wenn sie die Märchen und Geschichten vorgelesen bekommen.

SK: Das klingt alles sehr spannend und auf jeden Fall nach mehr von Dir, liebe Petra. Ist Dir je der Gedanken gekommen, vom Schreiben leben zu wollen? Welche Ziele würdest Du Dir noch stecken - generell und mit Deiner schriftstellerischen Arbeit?

PS: Oh, ja irgendwann hatte auch ich einmal diese Höhenflüge. :D Ich sah meine Geschichten verfilmt, natürlich von Walt Disney. Da war ich zehn oder elf Jahre jung. Nachdem meine Tochter geboren war und ich mich wagte, mein erstes Manuskript an diverse Verlage zu schicken, sah ich mich schon umzingelt von Angeboten, von denen ich mir das Beste raussuchen konnte, für meinen Bestseller. Dabei saß ich in einem richtig coolen Zimmer, mit Bücherregalen an allen Wänden, an einem alten Schreibtisch und dem Tintenfass darauf. Ich lach mich heute noch schlapp, über meine Naivität von damals.
Das erste Mal wirklich ernsthaft mit dem Thema Schreiben als Hauptberuf beschäftigt habe ich mich vor einigen Jahren.
Das war, nachdem ich meinen letzten Job im wahrsten Sinne des Wortes hingeschmissen hatte. Danach saß ich glücklich und befreit im Bus nach Hause und musste nicht mal überlegten. Die Entscheidung Jetzt schreibe ich wieder! stand fest - nur: Wie sag ichs meinem Mann? Das ging dann ganz einfach. Er war ohnehin schon lange zuvor der Meinung gewesen, den Job soll ich kündigen. Also rannte ich bei ihm damit nur offene Türen ein. Und, dass ich schreiben will und damit nur ein Kostenfaktor darstelle, der selbst kein Einkommen hat, das fand er okay und es ist auch heute noch für ihn in Ordnung. Und dafür liebe ich ihn.
Nachdem ich mich im Tintenzirkel angemeldet hatte, bekam ich auch endlich das fachliche Feedback und die Unterstützung, die man als Anfänger in Sachen Schreiberei benötigt. Damals und heute ist mir der Tintenzirkel die Heimat, in die ich als fantastische, märchenhafte und der realen Welt flüchtende Autorin gefunden habe.
Ein Bild von Kindertagen ist noch immer geblieben. Mein Arbeitszimmer mit dem alten, großen Schreibtisch und dem Tintenfass darauf. Und vier Wände voller Bücherregale. Egal, wie lange es noch dauert, irgendwann habe ich so ein Zimmer. Und ich hoffe, in einem Regal stehen noch ganz viele Bücher von mir.

SK: Das ist ja ein herrliches Bild! Ich wünsche Dir, dass Du ihn einmal erfüllen kannst; Deinen Wunsch vom Schreiben.
Petra Schmidt in drei bis fünf Worten?

PS: Ich bin nicht normal! *grins*

SK: Wer will schon normal sein? Also ich nicht. J
Ich danke Dir sehr für dieses wunderbare Interview!
Ein paar abschließende Worte an die geneigten Leser meines Blogs?

PS: Ich bedanke mich bei all denen, die bis zum Ende des Interviews gelesen haben.
Danke auch dir, liebe Sarah, dass du mich gefragt hast und tatsächlich auch ein paar interessante Fragen gefunden hast.
Bei meiner Verlegerin vom Machandel Verlag, Frau Charlotte Erpenbeck muss ich mich nicht mehr bedanken, dass habe ich schon getan, wobei ich es nicht oft genug wiederholen kann. Über die Verlagshomepage (Hier klicken!) kann man das Buch, und viele andere schöne Bücher natürlich auch, bestellen, wenn man keine Lust hat, in den Buchladen zu gehen.
Wer von mir noch nicht genug hat, darf mich gern bei FB besuchen unter: www.facebook.com/Petraslesenundschreiben
Noch habe ich keinen Blog, das kommt noch. Dafür eine HP, die ich noch behalten möchte, weil sie eben zu mir gehört. ;) :
Wer mein Buch gelesen hat und mir seine Meinung dazu sagen möchte, bitte gern und auch hier bei Lovelybooks:

Was hab ich vergessen? Nur noch einen letzten Satz:
Lest (m)ein Buch und lasst euch entführen... schließt die Augen und öffnet Euer Herz.

~*~


Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich bei Petra für das tolle Interview und freue mich, wenn es auch euch gefallen hat!


Alles Gute und ein schönes Wochenende!

Freitag, 24. Oktober 2014

Interview: Autorin Petra Schmidt (Teil 1/2)


Interview

von Sarah König


Man hat eine Idee im Kopf und schreibt, summt oder zeichnet. Bringt sie an die Luft, auf dass sie sich entfalten kann. Autoren erschaffen Welten, Charaktere, Situationen. Und das oftmals einfach, weil sie Spaß daran haben! Sie versuchen sich, probieren verschiedene Dinge aus, finden zu sich beim Schreiben und freuen sich, wenn auch andere die Geschichten und Charaktere mögen. Ich möchte euch jemanden vorstellen, der gar nicht darüber nachgedacht hatte, einmal eine Geschichte zu veröffentlichen und es doch gewagt und geschafft hat.

Sie hat ihre Debüt im Machandel-Verlag veröffentlicht und genießt diese Zeit der Eindrücke und Aufmerksamkeit.

Mein heutiger E-Mail-Interviewpartner ist Petra Schmidt.

Geboren in Leipzig, aufgewachsen zwischen Büchern, wurde ihr Leben schon sehr früh von Geschichten geprägt, die sie sich ausdachte. Nach der Ausbildung zur Tierwirtin und der Geburt ihrer Tochter holte sie das reale Leben ein. Die Geschichten fanden bei ihr keinen Platz mehr.
Heute lebt sie in Bayern und die Geschichten haben wieder ihren Weg zu ihr gefunden.

Viel Vergnügen!

~*~

SK: Hallo! Sage ich Sie oder sage ich du?
PS: Gerne »du«, ist einfacher und macht nicht so alt. ;)

SK: Ich freue mich sehr, dass ich Dich heute interviewen darf. Was war das für ein Gefühl, als meine Anfrage Dich erreicht hat?
PS: Ich habe schon Interviews von Dir lesen dürfen und war damals schon begeistert. Als die Anfrage kam, war ich völlig aus dem Häuschen. ICH soll tatsächlich ein Interview geben? Wow

SK: Na klar sollst Du! Liebe Petra, ich kenne Dich aus dem Tintenzirkel (Anmerkung: Autorenforum, hier klicken!) und freue mich, dass ich Dich nun auch Verlagskollegin nennen darf! Dein Debüt »Silberwolf« erschien passend zum BuCon im Oktober im Machandel Verlag. Wie fühlt es sich an, seine Geschichte in die Welt zu verabschieden? Und magst Du uns ein wenig zur Entstehung des Romans verraten?

PS: Die Gestalt des Silberwolfes, die habe ich frei erfunden. Aber nicht die Wölfe in der Lausitz.
Meine Schwägerin Elke U. wohnt in der Gegend und bekommt einiges von den Wölfen durch die Presse mit.
Eines Tages erzählte sie mir, dass man wieder einen toten Wolf aufgefunden hatte. Sie schickte mir den entsprechenden Artikel. Ich war entsetzt. Warum machen Menschen das? Statt froh zu sein, endlich diese wunderbaren Tiere wieder bei uns zu haben, werden sie schon wieder verfolgt.
Bilder entstanden in meinem Kopf, die Geschichte begann sich zu erzählen, wollte aufgeschrieben werden. Von der Grausamkeit der Menschen dem Tier gegenüber. Dabei wollte ich allerdings nicht mit erhobenem Zeigefinger dastehen. Das steht mir nicht zu und ist nicht meine Art.
Die Legende vom Silberwolf wurde geboren. Ich habe eine Geschichte geschrieben, die zwar von der Grausamkeit auf der einen Seite aber auch der hingebungsvollen Liebe andererseits, zu den Tieren und speziell zu den Wölfen, erzählt.

Soweit war alles normal bei mir. Ist nicht meine erste Geschichte. Aber dann, am 11.10. auf dem BuCon.
Es war ein Wahnsinnsgefühl. Schon als ich zum Tisch des Machandel Verlages kam, fiel mir sofort das Poster auf. Die erste Gänsehaut ließ mich frösteln. Dann sah ich es. Wahnsinn!
Da lag tatsächlich mein Buch, mit meinem Namen - meinem Silberwolf. Ich traute mich erst gar nicht, die Schutzfolie zu entfernen. Erst die Ermunterung meiner Verlegerin, Charlotte Erpenbeck, ließ mich endlich fest zupacken. MEINS! Ich blätterte durch die Seiten, hielt meine Nase hinein. Hm, so gut hatte lang schon kein Buch mehr gerochen. Die Gefühle waren unglaublich. Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke.

SK: Diese Gänsehaut liest man förmlich aus Deiner Antwort raus! Ich freue mich sehr, dass Dir dein Debüt so viel Spaß macht.
Die Geschichte um den Wolf, Deine Inspiration finde ich großartig wenn es auch ein grausiger Ursprung ist.
Nicht Deine erste Geschichte, sagst Du. Erzähl uns doch mehr was schreibst du noch? Gibt es aktuelle Projekte? Anderes auch als Fantasy?

PS: Der Beginn meiner »Schreibkariere« war eine Kurzgeschichte, die nach einer Ausschreibung ihren Platz beim Mondwolf Verlag fand.

Am liebsten schreibe ich tatsächlich Fantasygeschichten - für Jugendliche oder junge Erwachsene. Märchen und kleinere Geschichten mag ich auch sehr gern schreiben. Ich verbringe gern meine Zeit in anderen Welten oder vermische sie mit unserer. Und Tiergeschichten, ja die sind auch etwas Tolles und lassen sich wunderbar schreiben.

Ich wollte mal einen Krimi schreiben. Das habe ich aber ganz schnell wieder gelassen. In dem Buch haben sich die Leichen zu tote gelacht, über den Unsinn den ich geschrieben habe. Also lese ich lieber die Krimis und Thriller und schreibe weiter Fantasy.

Aktuell arbeite ich an einem Projekt, bei dem ich allerdings immer wieder Überraschungen erlebe. Entweder es kommen neue Figuren hinzu, die plötzlich mitmachen wollen oder die, die da sind, wollen nicht mehr das tun, was ich mir für sie ausgedacht habe. Klingt seltsam, ist aber so. :)

~*~

Teil 2/2 folgt morgen!

Montag, 13. Oktober 2014

BuCon 2014 - Lesungen genießen und Freunde treffen!

Guten Morgen!


Wie versprochen schreibe ich euch heute über das Wochenende in Dreieich, das BuCon-Wochenende!
Vorneweg einen herzlichen Dank an die liebe Helen B. Kraft, die mich und Tanja Rast bei sich untergebracht hat und eine hervorragende Gastgeberin war.

Unsere Anreise verzögerte sich am Freitagnachmittag erst durch einen Zug, Tanja sah leider nur noch die Rücklichter in Hamburg und musste eine Stunde warten; dann noch durch den üblichen Stau ... Da dürfte sich gern mal wer eine hübsche Lösung ausdenken.
Doch verpasst haben wir glücklicherweise nichts, wir kamen noch rechtzeitig, um gemeinsam mit Helen, ihrem Mann und den weiteren Gästen Sabrina Železný, Petra Schmidt samt Mann zum Italiener zu schlendern. Es war ein herrlicher Abend mit guten Gesprächen und vielen Lachern. :)



Romy Wolf
Nach einem kurzen Frühstück ging es ab auf den Con - ein Parkplatz war nach einer Ehrenrunde durch den Wendehammer vorm Bürgerhaus schnell gefunden und nach unserem Kampfschrei "This is BuCon" unweit der Tür, wussten auch alle, dass wir da waren. *g*
Nachdem wir mit einem quietsch-grünen Bändchen als zahlende Besucher ausgewiesen wurden, trafen wir die ersten Zirkler und bald darauf weitere, am üblichen Tisch des Tintenzirkels (erkennbar immer durch die Korallhaje, Namensschildern und selbstgebackenen Köstlichkeiten).


Um 11 Uhr las Romy Wolf aus ihren Spionen ("Die Spione von Edinburgh", Episode 1 "Thimble House" - eBook-Serie im Weltenschmiede Verlag, erscheint in ca. 6 - 7 Episoden). Angemessen nervös vor ihrem Debüt, vor Leuten zu lesen, war es sehr angenehm und man konnte Romy sehr gut zuhören. Gespannt war ich vor allem auf ihre Informationen zum nun erschienenen Print der ersten Episode, welches im eBook ausgemerzte Szenen oder auch Tagebucheinträge beinhaltet, und was ich bei einem ihrer Gewinnspiele auf Facebook gewonnen hatte! Ich bin schon neugierig auf das ganze Buch und danke an dieser Stelle noch einmal sehr, dass du mir meinen Gewinn so lieb signiert hast, Romy! :)
Tom Daut


Nach Romy lauschte ich dem wunderbaren Tom Daut, der es immer wieder schafft, mich mit seiner Art zu lesen, in Bann zu ziehen. Außerdem kannte ich "Anno Salvatio 423", erschienen im Oldigor Verlag, noch nicht. Es war wie immer durch die musikalische Untermalung und Toms Leidenschaft ein Erlebnis - was ich leider zwei Minuten vor Ende verlassen musste, um nicht die angrenzende Lesung zu verpassen. Das Buch hat mich dennoch überzeugt und ich hab es mir gleich an Toms Tisch in der Halle kaufen müssen!
Und was hätte ich mich geärgert, wäre ich zu spät gekommen!
 
Sabrina Železný
Sabrina Železný las gemeinsam mit Veronika Stix (Verlagsinhaberin Mondwolf Verlag) aus ihren "Kondorkindern" - Band 1 "Die Suche nach den verlorenen Geschichten" und Band 2 "Der Fluch des Spiegelbuchs". Ich kam gerade noch rechtzeitig, um einen der wenigen Plätze zu ergattern, die der Raum bot. Andere, die nach mir eintrafen, schlug ein nicht vorhandener Sitzplatz jedoch nicht in die Flucht - der Raum füllte und füllte sich immer weiter, bis die Zuhörer an den Wänden entlang bis zum Lesertisch standen und saßen. Sabrina ist für mein Empfinden eine sehr leise Person wenn sie liest, doch da sie, ebenso wie Veronika, die Zuhörer in ihren Bann schlägt, war das gar kein Problem!
Für mich haben ihre Bücher nun eine ganz andere Lesestimme.



Nach einer kleinen Verschnaufpause und ein wenig frischer Luft, durfte ich Ann-Kathrin Karschnik lauschen. Sie las aus ihrem Roman "Phoenix - Tochter der Asche" und schloss "Phoenix - Erbe des Feuers" an. Ebenso wie Tom vermag es Ann-Kathrin, jeder ihren Figuren eine eigene Stimme zu geben und den Leser mitzunehmen, in die Situationen zu entführen. Band 2 scheint mir eine sehr gelungene Fortsetzung und wird sicher den Weg in mein Regal finden!
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Phantastikpreis, liebe Kuddel!



Helen B. Kraft
Für mich abschließend begleitete ich Helen B. Kraft zu ihrer Lesung aus "Höllenjob für einen Seraph". Ihre - und meine *g* - Verlegerin Charlotte Erpenbeck (Machandel Verlag) zitierte eine Passage aus einer Kurzgeschichte, an die Helen durch ihren Leseteil anschloss. Der witzige Abschnitt, der schon ordentlich Sexappeal, Fluchen und den aus Band 1 "Höllenjob für einen Dämon" so vertrauten Tonfall preisgab, wurde genau an den richtigen Stellen von den Zuhörern mitgelacht und geschmunzelt. Auch die folgende Kurzgeschichte, welche sich passend zu Band 1 rund um Shatan drehte, vermochte das Publikum zu begeistern.


Alles in allem war es ein wundervoller Tag. Viele von den Tintenzirklern hat man nur aus der Ferne gesehen, aber viele von euch konnte ich persönlich in die Arme schließen. Wenn man beinahe ununterbrochen die Lesungen besucht, kommt man allerdings nicht viel zum quatschen. :)


Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und wünsche mir, dass ich dann wieder mehr von mir berichten kann - oder aber mindestens so tolle Dinge über andere, wie in diesem Jahr!


Alles Gute und habt eine schöne Woche! :)